Die Gründung des Landesvereins der Justizwachtmeister Niedersachsen e. V. wurde im Jahre 1980 vollzogen. Angespornt durch Vertreter des Bayerischen Landesverbandes, die 1978 in Hannover vorsprachen, gingen einige Kollegen des Amtsgerichts Hannover daran, den Landesverein ins Leben zu rufen.

Die Situation, die zur Gründung führte, war die gleiche wie in anderen Bundesländern. Auch in Niedersachsen fühlten sich die Justizwachtmeister  nicht ausreichend vertreten.
Sich breitmachender Unmut über die Missstände im Justizwachtmeisterbereich führte zum solidarischen Zusammenschluss und schließlich zur Gründung des Landesvereins am 27.März 1980. Zum Vorsitzenden wurde damals Theodor Algermissen gewählt, der den Verein bis 1983 leitete.
Für ihn war, wie auch für seine Nachfolger, die Aufgabenstellung nicht leicht zu bewältigen. Durch intensive Mitgliederwerbung konnte bald ein positives Mitgliederverhältnis geschaffen werden.
Man begann sofort Tuchfühlung mit dem Landtag und dem Justizministerium aufzunehmen. Aus einer ganz anderen Perspektive erfuhren so die Angesprochenen von den Problemen der Justizwachtmeister. 
Bald danach wurde auch der Landesverein Niedersachsen Mitglied in der damaligen Bundesinteressenvereinigung der Justizwachtmeister, dem heutigen Bundesverband der Justizwachtmeister e.V. Heute vertritt der Bundesverband fast 2000 Justizwachtmeister.
 Der Landesverein Niedersachsen wurde bis Mai 2009 von Dieter Oehlert-Petersen (Amtsgericht Hannover), der seit vierunddreißig Jahren bei der Justiz ist, geleitet. Zum Nachfolger wurde Marco Fandrich (Amtsgericht Hildesheim) gewählt.
Seit 2010 ist der Landesverein auch in der AG Justiz. Ein Zusammenschluss aller Justizfachverbände in Niedersachsen.
Gespräche im Justiz- und Finanzministerium sowie der Politik sind ständige Aufgaben des Vorstandes, um die Forderungen der Justizwachtmeister finanzieren und somit auch durchsetzen zu können.
Im Bundesverband ist der Landesverein Niedersachsen der nunmehr zweitstärkste Landesverein hinter Bayern.
In den letzten Jahren hat sich ein Wandel in der Gesellschaft vollzogen, der vielerorts und in vielen Situationen zu erkennen ist. Diesem Wandel wird auch die deutsche Justiz Rechnung tragen müssen. Aufgabenfelder, nicht zuletzt die des Justizwachtmeisterdienstes, werden sich an neuen Ansprüchen orientieren müssen. Hierzu bedarf es des Umdenkens aller Bediensteten, nicht nur im Wachtmeisterdienst. Es müssen Grundlagen für den Beruf und Perspektiven für die Betroffenen geschaffen werden, was letztendlich im Interesse aller Bediensteten der Justiz, aber auch des Bürgers, liegt.